An Palmsonntag, dem 9. April 2017, wurde die erste Taufhandlung dieses Jahres durch den Vorsteher der Gemeinde Künzelsau-Gaisbach, Priester Martin Härtweg, durchgeführt.
Grundlage des Festgottesdienstes war das Textwort Markus 11, 17: „Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker«? Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.“
In seinem Dienen nahm Pr. Härtweg noch einmal Bezug auf den historischen, für Jesus triumphalen Palmsonntag, der der Tempelsäuberungsaktion vorausging.
Er stellte anschließend die „Bethäuser“ unserer Zeit vor:
Eigentlich sei das Textwort zum Palmsonntag das ideale Textwort auch für die bevorstehende Taufe, wo die Eltern in ihrer Verantwortung für das Kind betend vor Gott treten.
Unsere Gebete gefallen Gott wohl, wenn wir demütig, vertrauensvoll und gläubig vor ihn treten und nicht nachlassen, auch wenn der Herr uns nicht gleich erhört.
Priester Rainer Ilzhöfer beleuchtete in seinem Predigtbeitrag die Taufhandlung unter dem Aspekt, dass sie letztendlich der Beweis sei, dass Gott immer noch die Menschen liebt und ihnen vertraut.
Anschließend spannte Priester Wilfried Strecker den Bogen weiter, indem er auf den Tag hinwies, wo der jetzige Täufling später persönliche Verantwortung übernimmt, wenn er das Konfirmationsgelübde ablegt.
Schließlich führte der Vorsteher der Gemeinde mit einfühlsamen Worten die heilige Taufe mit Wasser an dem kleinen Leonid Zimmer durch.
Er wies darauf hin, dass ihr Kind eine Gabe Gottes und dies schon ein Grund zur Dankbarkeit sei. Und so wie die Eltern für die leibliche Pflege des Kindes sorgen, so benötige es auch die seelische Fürsorge. Und dazu seien Zeit und Raum notwendig, um sich entwickeln zu können. Der Vorsteher empfahl den Eltern, mit dem Kind zu beten, damit nicht nur ein „guter Mensch“, sondern auch eine „gute Seele“ heranreifen könne.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendeten das Schlussgebet und der Schlusssegen den Festgottesdienst.
Die Sängerinnen und Sänger des Gemeindechors trugen mit ihren Liedern zur feierlichen Umrahmung des Gottesdienstes bei.
Die ganze Gemeinde freut sich mit den glücklichen Eltern und den Anverwandten.