Am Sonntag, dem 22.4.2018 fand zum ersten Mal in diesem Jahr in der Gemeinde Künzelsau-Gaisbach eine Taufhandlung gleich für zwei Kleinkinder statt.
Der Vorsteher der Gemeinde, Priester Martin Härtweg, der predigte in diesem Gottesdienst über das Bibelwort aus Matth.25, 36: „Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen.“
In der Predigt ging der Vorsteher auf das Lied der Sänger ein (CM 337 „Liebe, die du mich zum Bilde“), indem er Gott als einen gnädigen, barmherzigen Gott, der alle, trotz der Fehler liebt, weil es seine Kinder sind.
Der Vorsteher stellte fest, dass das Textwort geradezu prädestiniert sei für eine Taufe, wobei er auf den Einsatz der Eltern Bezug nahm, die dem kleinen Erdenbürger Pflege, Schutz und Hilfe angedeihen lassen.
Gute Werke seien ethisch gut, wenn sie in Verbindung zur Göttlichkeit ergänzt würden, wie er am Beispiel von Mutter Theresa erläuterte, die Gutes tat, weil sie Jesus liebte. Ein gläubiger Christ, die ganze Gemeinde sei aufgefordert, tätig zu sein, dem Nächsten Gutes tun.
Anschließend erweiterte der Vorsteher diese Aufgabe im Hinblick auf die Taufe mit dem afrikanischen Sprichwort: „Ein Dorf erzieht ein Kind“ und leitete auf das Wesen der Taufhandlung über, bei der die Erbsünde – das Getrenntsein von Gott - abgewaschen werde.
Er verwies auch auf die große Verantwortung der Eltern, die Kinder im Glauben zu bestärken, das Beten zu lehren, wie Gott erlebt werden kann in seinem Wort und in unserem Nächsten.
Priester Rainer Ilzhöfer ergänzte in seinem Dienen das Textwort um die Aussage: „Ihr habt die Kinder zu mir gebracht und ich konnte sie segnen!“ Er verwies auf die Tatsache, dass auch Jesus sich taufen ließ und die Menschen aufforderte, dass sie die Kinder zu ihm lassen sollten. Der Priester ergänzte das Näheverhältnis Gottes zum Täufling mit dem Nahesein des göttlichen Friedens, der Sicherheit, die nicht zufällig sei: Ich habe dich gesehen und will dich auch zukünftig begleiten!
Vor der Taufhandlung nahm der Vorsteher den Blumenschmuck- ein Vergissmeinnicht-Arrangement – zum Anlass, um an den heimgegangenen Vorsteher der Gemeinde, Priester Wilhelm Bauer, den Urgroßvater der beiden Täuflinge, als leuchtendes Vorbild des Glaubens und Gebets zu erinnern.
Anschließend erhielten der kleine Alessio Schneider und der kleine Emilian Weber vor der Feier des Heiligen Abendmahles aus den Händen des Gemeindevorstehers das Sakrament der Heiligen Wassertaufe.
Die ganze Gemeinde mit den anwesenden Verwandten und Gästen freuen sich mit den beiden Täuflingen und ihren Eltern und wünschen ihnen weiterhin Gottes Schutz und Segen.