Am Sonntag, dem 15. Oktober 2017, wurde die zweite Taufhandlung dieses Jahres durch den Vorsteher der Gemeinde Künzelsau-Gaisbach, Priester Martin Härtweg, durchgeführt.
Grundlage des Festgottesdienstes war das Textwort aus 1. Timotheus 6,17 „Den Reichen in dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen.“
In seinem Dienen nahm Pr. Härtweg zunächst den Impuls aus dem Chorlied „Eine kleine Leuchte gab dir Jesus in die Hand“ als Aufforderung an die Festgemeinde auf, sein Licht, aktiv zum Wohl des Nächsten einzusetzen.
Wenn wir die Reichtümer durch die Sakramente und die Verheißung Jesu, ewig bei Gott sein zu dürfen, erkennen, dann sind wir nicht stolz auf unsere Leistung, sondern sind Gott dankbar, indem wir ihm von unserer Zeit, unserer Kraft, unseren Fähigkeiten, unserem Einkommen und unseren Gütern zurückgeben.
Der Vorsteher führte aus, dass das Evangelium es nicht verbiete, irdischen Reichtum zu genießen, doch solle dieser nicht im Mittelpunkt unseres Denkens und Strebens stehen.
Wir wollen, dass auch andere an dem geistlichen Reichtum teilhaben, indem wir das Evangelium Jesu verkündigen und dadurch ein Segen für andere sind.
Eigentlich sei das Textwort, so meinte der Vorsteher, das passende Textwort auch für die bevorstehende Taufhandlung, wo die Eltern mit ihrem Kind vor Gott treten und hier einen Teil göttlichen Reichtums für das Kind empfangen.
Priester Rainer Ilzhöfer beleuchtete in seinem Predigtbeitrag die Taufhandlung unter dem Aspekt, dass sie letztendlich der Beweis dafür sei, dass Gott immer noch die Menschen liebe, sie beschützen und helfen, sie umsorgen wolle. Auch die anwesenden vier Generationen wollen dies auch, indem sie dem Täufling Freude und Frieden wünschen.
Anschließend hob Priester Wilfried Strecker noch einmal die Bedeutung der Taufe hervor, die dem Täufling den Reichtum einer himmlischen Zukunft eröffne.
Schließlich führte der Vorsteher der Gemeinde mit einfühlsamen Worten die Taufhandlung an der kleinen Ida Petreski durch.
Er zeigte den Eltern auf, dass ihr Kind eine Gabe Gottes und ein besonderes Geschenk sei, das nicht nur der leiblichen Pflege sondern auch der seelischen Fürsorge bedürfe. An den kleinen Erdenbürger gerichtet, gab er auch diesem die schöne „Aufgabe“ mit, weiterhin viel Freude in der Familie zu verbreiten.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendeten das Schlussgebet und der Schlusssegen den Festgottesdienst.
Die Sängerinnen und Sänger des Gemeindechors trugen mit ihren Liedern zur feierlichen Umrahmung des Gottesdienstes bei.
Die ganze Gemeinde freut sich mit den glücklichen Eltern und allen Anverwandten.