Ein wahrlich heißer Sommertag am 19. Juli hielt viele Geschwister nicht davon ab, am Abend nach Künzelsau zu fahren, um dort im Gottesdienst durch unseren Bezirksapostel sich auch innerlich zu erwärmen.
Dem Gottesdienst legte er den 115. Psalm, Vers 12 : „Der Herr denkt an uns und segnet uns“ zugrunde.
Der große Chor erwiderte diese schöne göttliche Zusage mit dem Lied „Lieber Vater lehr uns danken.“ was der Bezirksapostel auf die Überschrift des 115. Psalm „Gott allein die Ehre“ bezog.
Damals lästerten die Heiden „Wo ist denn euer Gott ?“ Der Psalmist hielt sich aber wie Abraham an seinen Gott: Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. (Hebräer 11, 27)
Daraus ergibt sich, dass es unterschiedliche Gottesbilder gibt. Wir kennen ihn als liebenden, guten Vater, jedoch nicht immer, immer aber als Gott der Liebe zu seinen Geschöpfen. Dies wird deutlich, durch die Sendung Jesu und seine Zusage wiederzukommen.
Wir dürfen auf ihn trauen wie Habakuk bei Daniel im Löwengraben. Er läßt wohl sinken, aber nicht ertrinken. Denken wir da an Gott, dann halten wir seine Gebote.
Der Segen Gottes ist sicher Gesundheit und Wohlergehen,aber zum Heil unserer Seele dient zuerst sein Friede, Ruhe, der Glaube, die Sakramente und das Wort. So können wir erfüllen, was schon Abraham verheissen wurde: Du sollst ein Segen sein. Segen für Kinder, Enkel, Geschwister. Er ist kein ferner Gott, sondern ein naher Gott und da stellt sich die Frage, welche Rolle er in meinem Leben spielt. Gebt Gott die Ehre!
Der am vergangenen Sonntag neu ordinierte Bischof Rheinberger wurde zur Predigtzugabe gerufen. Er rief dazu auf, uns Gott zuzuwenden und das besondere Glaubensgeschenk Sündenvergebung umfänglich anzunehmen.
Die Gottesdienstteilnehmer konnten beim Verabschieden gleich dem neuen Bischof Glückwünsche aussprechen und freuten sich, auch Apostel Prause und Bischof Schönenborn in der Mitte zu haben.