Erntedankfest – so steht es für den 1. Oktobersonntag im Kalender. Ein Anlass für alle Christen, Gott als dem Schöpfer zu danken, und zwar nicht nur für die Ernte in der Natur, sondern auch für alles, was wir von ihm erhalten haben. Denn als Christen verdanken wir ihm alles Gute und wollen eigentlich immer dankbar sein.
Den Dankgottesdienst mit dem Bibeltext aus Hiob 28,24 „Denn er sieht die Enden der Erde und schaut alles, was unter dem Himmel ist“ führte Bezirksevangelist Stefan Clever durch.
Bezugnehmend auf das Wort „alles“ sagte er, dass er in dem reichhaltigen Altarschmuck eine kleine Spinne gesehen habe und auch diese ein Geschöpf Gottes sei. Im Verlauf der Predigt zeigte er auf, wie groß und umfassend die Schöpfungskraft des großen Gottes ist und wie viel Ursache wir haben, ihm dafür dankbar zu sein. Unter anderem sprach er dann unsere Verantwortung für die Schöpfung an. Wir sind besonders als Christen in der Pflicht, sorgsam mit den Gaben Gottes umzugehen!
Im weiteren Verlauf der Predigt wies er darauf hin, wie wichtig es sei, innerlich rein zu sein. Immer wieder will uns die Sünde von Gott, unserem himmlischen Vater, trennen. Anschaulich war sein Vergleich von einem winzigen Steinchen im Schuh. Erst will man es ignorieren, meint, es sei gar nicht so schlimm, dann versucht man, es ein wenig auf die Seite zu bringen, damit es nicht zu sehr schmerzt. Aber letztendlich bleibt man stehen und entfernt den „Stein des Anstoßes“. Und fragt sich dann, warum man es nicht schon früher gemacht habe. So ist es auch mit manchem Druck auf unserer Seele, ausgelöst durch ein unbereinigtes Verhältnis zu Gott und dem Nächsten. Er gab den Rat, doch beizeiten damit aufzuräumen. Die Kraft aus dem Verdienst Christi, die Gnade, gibt uns dazu immer eine Möglichkeit!
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls fand noch eine sakramentale Handlung statt. Drei Kinder empfingen die Heilige Wassertaufe, worüber sich die ganze Gemeinde mit freute! Als Höhepunkt des Gottesdienstes empfing die Gemeinde anschließend das Heilige Abendmahl. Nachdem der Gottesdienst mit Gebet und Segen beendet war, gab es noch ein Zusammensein in den unteren Kirchenräumen, wo man bei Butterbrezel, Hefezopf und Kaffee noch Gemeinschaft pflegen konnte!