Am ersten Mittwochabend im Februar besuchte Apostel Schönenborn die Gemeinde Ingelfingen. Auch die Nachbargemeinde Ernsbach war eingeladen.
Zu Beginn seines Dienens griff der Apostel die Gedanken des Liedes auf, das der Chor zum Vortrag brachte. Darin heißt es unter anderem „Lasset uns aber wahrhaftig sein“. Speziell das Wort wahrhaftig, so führte er aus, hat einen tiefen Sinn. Darin verbirgt sich das Wort Wahrheit als auch die Beständigkeit, die aus dem Teilwort „haften“ abzuleiten ist. Auch wir wollen der Wahrheit Gottes „anhaften“ und darin beständig bleiben.
In unseren Tagen, so fuhr er fort, beklagt man oft das Nachlassen des christlichen Glaubens. Lasst uns dagegen ein Zeichen setzen in dem wir dem Dienen Gottes einen hohen Wert beimessen. Das führt dazu, dass wir das Angebot der Gottesdienste nutzen.
Dem Gottesdienst lag Josua 15, 19 zu Grunde: „Sie sprach: Gib mir eine Segensgabe! Denn du hast mich nach dem dürren Südland gegeben; gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die oberen und die unteren Quellen.“
Es handelt sich bei dieser Begebenheit um die Bitte Achsas, der Tochter Kalebs, ihr zu dem Acker, den ihr Vater ihr schenkte auch Wasserquellen zu geben, damit das Land Frucht bringen kann.
Übertragen in unsere Zeit ist die obere Quelle mit Jesus Christus zu vergleichen. Diese Quelle versiegt nicht, die bringt Seelenheil, Segen, Erlösung und schlussendlich die ewige Gemeinschaft bei Gott. Er mahnte aber auch, diese Quelle nicht mit einem Wasserhahn zu vergleichen. Zur Quelle muss man gehen, sich beugen und daraus schöpfen, führte er weiter aus.
Als die Unteren Quellen nannte er die eigene Persönlichkeit, die Gemeinde sowie das Apostolat Jesu Christi und die daraus entsandten weiteren Amtsgaben. Die eigene Quelle kann erschlossen werden, in dem die Gaben, Kräfte und Fähigkeiten, die Gott in jeden Menschen gelegt hat gefördert und in Gottes Sinn eingesetzt werden. Die Gemeinde ist Quelle des Trostes, der Freude und der gegenseitigen Stärkung. Das Apostolat ist die Quelle für Verkündigung von Gottes Wort in unserer Zeit sowie zur Übermittlung der Sakramente.