Von Freitag (20.10.2017) auf Samstag (21.10.2017) wird die Neuapostolische Kirche in Eschenau zur „Privat-Pension“. Ab 18:00 Uhr starten die Kinder des Kirchenbereiches Künzelsau mit einem Abendessen in das gemeinsame Wochenende. Unter dem Motto „Daniel, der Traumdeuter“ erfreuen sie sich an zwei inhaltsreichen und gemeinschaftsfördernden Tagen.
Silkes Kartoffelsuppe mit geschnittenen Wiener Würstchen und frischem Weißbrot schmeckte richtig lecker. Das sei „halbvegetarisch, man kriegt´s auch ohne Saitenwürstle“ schmunzelte Rainer, der seine Tochter Sarah begleitete.
Draußen loderte das Feuer im Feuerkorb. Der Kirchenplatz wurde zum Spielfeld. Für den Sieger der „Reise nach Jerusalem“ war ein Preis ausgesetzt. Doch: Zwar wurde nach jeder „Reiseaktion“ ein Stuhl entfernt, aber die Zahl der „mitreisenden“ Kinder blieb konstant. Als echte Christen teilten sie sich die noch verbleibenden Stühle. Als nur noch ein Stuhl zur Verfügung stand, versuchten die Kinder, jeden „Mitreisenden“ auf diesen Stuhl zu ziehen. Alle waren Sieger.
Pia brachte eine Fühl-Box und verschiedenen Materialien zum Stuhlkreis um den Feuerkorb. „Nicht gucken, nur fühlen“ ermahnte sie. „Feder“ rief Nico, dessen Hand sich in der Box befand und lachte „es war so einfach“. Der Teebeutel wurde von den Kindern als „Sandsack“ definiert.
„Jetzt brauche ich eure volle Aufmerksamkeit“ wechselte Pia das Thema und erklärte den Kindern das Spiel „Standbilder“. Je zwei Kinder stellten ein Thema dar. Die dargestellte „Amtseinsetzung“ forderte das Ratepotential heraus. Dagegen wurden „Dirigent mit Sänger“, „Abendmahl“ und „Taufe“ sehr schnell erkannt. Dann lenkte Pia das Thema auf „Daniel als Traumdeuter“ im Alten Testament. Dieses Thema war für den Kindergottesdienst am nächsten Tag geplant. Der Tag endete im Schlaflager mit einem Film aus der Serie „Der kleine Prinz“.
Kurzer Schlaf, reichhaltiges Frühstück und Freude an der Gemeinschaft prägten den Samstag. Manche Kinder spielten „Kuh & Co“. Statt zu reden, verständigen sie sich amüsiert mit Augenkontakt und nachgeahmten Tierstimmen, um die gewünschte Spiel-Karte vom ausgewählten Mitspieler zu erhalten.
Eine Mädchengruppe bastelte in der Morgensonne an ihren Traumfängern. Einige Jungs vergnügten sich im strahlenden Sonnenschein mit Fußball. Leckere Spaghetti Bolognese verschwand um die Mittagszeit in den hungrigen Mägen.
„Die Schreiner sind draußen“ rief Manuela. Im Kirchenhof warteten eine große Sperrholz-Platte und Werkzeuge, Bastelmaterial sowie Schleifpapier. Bunte Sterne sollten dort entstehen. An abgeräumten Esstischen wurden unterdessen fleißig große Wolken mit (Wunsch)Träumen auf Pappe gezeichnet. Im Untergeschoss der Kirche warteten Perlen, Federn, Bänder usw. darauf, von Kinderhand kombiniert zu werden. Dort wurden kunstvolle Traumfänger gefertigt. Auch eine „Zeitreise“ zum biblischen Daniel, dem Traumdeuter, war im Angebot.
Immer wieder stärkten sich die Kinder mit süßem und salzigem Fingerfood sowie den bereit stehenden Getränken. Danach sangen sie mit Rhythmus-Instrumenten, Tüchern und Taschenlampen Lieder.
Beeindruckende Ruhe herrschte kurz vor Gottesdienstbeginn um 18:00 Uhr. Bezirksältester Michael Joseph las die Bibelworte aus Daniel 2, Vers 28 „es ist ein Gott im Himmel, der kann Geheimnisse offenbaren“. Er betonte, dass Gott den Aposteln seinen Willen offenbare und dass die Apostel diese „Geheimnisse“ mit uns teilen würden, genau wie Daniel. Nach seiner Frage, was die Zukunft bringen könnte, antwortete ein Kind „dass der Herr Jesus uns hochnimmt in den Himmel“.
Nach dem Kindergottesdienst konnte jedes Kind seine Kunstwerke mitnehmen.