Am Himmelfahrtstag 2015 hielt der Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Künzelsau, Burkhard Wegner, seinen letzten Gottesdienst in der Kirche Künzelsau vor seiner am 19. Mai erfolgten Inruhesetzung.
Zu diesem Himmelfahrtstag las der Bezirksälteste das Wort aus Lukas 24, 51.52: Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude. Auch in der anschließenden Bibellesung wurde dieses Wort noch einmal im Kontext aus Lukas 24 wiederholt. Hier ist von einem Abschied die Rede, führte der Bezirksälteste in seiner Predigt aus. Jesus verließ die Erde und fuhr auf zu seinem Vater. Und trotzdem empfanden die Jünger Freude! Warum wohl? Sie hatten nicht das Nachsehen, sondern sie erlebten eine freudige Vorausschau: Er wird wiederkommen! Und sie hielten sich an das Wort: Ihr werdet die Kraft empfangen und werdet Zeugen sein.
Der Bezirksälteste stellte dann an die Gemeinde die Frage: „Ist unser Glaube Freude – oder ist er eine Belastung?“ Wir bekommen immer wieder Trost und damit neue Kraft. Das Wort Gottes, unser Trost, ist kein kraftloses Vertrösten. Die Liebe zu Jesus und die Vorfreude auf sein Wiederkommen geben uns Kraft!
Bezirksevangelist Joseph und Evangelist Zack wurden noch zu Predigtbeiträgen gerufen.
Als letzte Amtshandlung als Bezirksvorsteher wurde Steffen Hessenauer (seither in Öhringen) als Diakon für die Gemeinde Künzelsau bestätigt.
Im Anschluss an den Gottesdienst dankte Bezirksevangelist Joseph dem Bezirksältesten für seine Arbeit in den vielen Jahren seiner Amtstätigkeit. Burkhard Wegner hatte vor fast genau 43 Jahren das Unterdiakonenamt empfangen. Bezirksältester, und damit verantwortlicher Leiter des Kirchenbezirks Künzelsau, wurde er im Dezember 2004. Zu dem Dank für die sichtbare Tätigkeit legte Bezirksevangelist Joseph noch den Dank für die noch größere, die unsichtbare Arbeit, die der Bezirksälteste in dieser Zeit geleistet hat. Wie viele Gebete hat er für Geschwister und Amtsträger zu Gott geschickt, wie viel Trost gespendet, Kranke besucht und unendlich viel mehr getan. Bei Gott ist alles angeschrieben, er mag es ihm, der nun in den Ruhestand tritt, reich lohnen.