Am Sonntag, 24.06.2012 besuchte Apostel Hans-Peter Schneider die Gemeinde in Öhringen.
Zum Gottesdienst waren auch die Kirchenmitglieder der Gemeinden Möckmühl, Neuenstadt, Bitzfeld, Neuenstein und Pfedelbach eingeladen, so dass das Gotteshaus bis auf den letzten Sitzplatz belegt war.
Zu Beginn des Gottesdienstes sang die Gemeinde das Lied 261 „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren.“ und der Apostel H.-P. Schneider hat seiner Predigt das Wort aus Hiob 42, 5 „Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen“ zugrunde gelegt.
Der Apostel unterstrich zu Beginn seiner Predigt, dass sich die Gläubigen im Gotteshaus an einem Ort des Heils und des Segens befinden. Und als Segensträger, die wir alle mit dem heiligen Geist ausgerüstet sind, können wir Heilsbringer für viele sein. „Wir leben in einer heidnischen Zeit mit christlichem Ursprung“ so Apostel Schneider, in dem es gilt das Heute im Leben zu nutzen, um die Würdigkeit der Seele zu erreichen, bis Jesus Christus wiederkommt.
Unter Hinweis auf das Buch Rut kam der Ratschlag an die Gläubigen, sich an die zu halten, die im Auftrag Jesu stehen, bis alles eingeerntet ist (Rut 2, 20,21), das heißt, Jesus Christus seine Braut heimgeholt hat.
Nachdem Hiob doch viel Ungemach und Leid in seinem Leben hinnehmen musste, hatte er dennoch die Erkenntnis, dass Gott alles vermag und ihm nichts unmöglich ist. Diese Erkenntnis schafft einen Bezug zu Gott und ermöglicht den Glauben an den Herrn und dessen Anbetung und stellt die Existenz Gottes nicht in Frage. Jeder sollte seine persönliche Haltung zu Gott wieder einmal in Frage stellen und nicht Gott kritisch sehen, sondern sich selbst einmal kritisch in der Glaubenseinstellung betrachten.
Wir dürfen auch an die gegenwärtigen Offenbarungen Gottes durch sein Wort und durch seine Sakramente glauben. Durch seine Sakramente, die heilige Wassertaufe, die heilige Versiegelung und das heilige Abendmahl greift das Zeitliche in das Ewige hinein und umgekehrt ebenso, das Ewige in das Zeitliche.
So wird durch die heilige Wassertaufe das Näheverhältnis zu Gott durch Abwaschung der Erbsünde hergestellt. Im Heiligen Abendmahl glauben wir an die Kraft der Hostie als Leib und Blut Jesu Christi und der Heilige Geist ist das Zeichen des Herrn, das geglaubt werden muss.
Das hören des Wortes Gottes läst uns in die Nachfolge Jesu treten und Nachfolge bedeutet Erbfolge, das heißt Ewiges Leben.
Wir sollen auch für Nachfrage im Glauben sorgen und in den Gottesdiensten den Segen Gottes erleben. Damit verlässt man die Gleichgültigkeit des Seins und wird erfüllt und regiert vom Heiligen Geist. Wir wollen uns verändern; nicht Gott muss sich verändern und an sich arbeiten, und wenn wir als sündige Menschen nicht alles so tun wie es Gott gefällt, greift die Gnade des Herrn ein. Dann werden wir zu Siegern und Überwinder.
Bezirksevangelist Hartmut Fischer aus dem Bezirk Heilbronn wurde zu einem Wortbeitrag an den Altar gerufen und führt aus, dass man einer Einladung Folge leisten muss, um etwas erleben zu können. Das was wir erleben, müssen wir auch mit unseren Sinnen wahrnehmen.
So können wir im Gottesdienst immer wieder die Liebe, Güte und Gnade Gottes erleben und wollen Gott dafür danken, bekennen und rühmen. Er stellte die Frage: „Was ist das wichtigste im Leben?“ und die Antwort lautet: „Ich will würdig werden bis Jesus Christus wiederkommt, weil ich ein Gotteskind bin“.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls hat Apostel Hans-Peter Schneider vier Kleinkindern den Heiligen Geist gespendet. Mit dem Heiligen Geist wurden Lukas Hessenauer aus der Gemeinde Öhringen, Leonie Scharlach aus der Gemeinde Waldbach, Ben Schupp aus der Gemeinde Möckmühl und Mattis Specht aus der Gemeinde Eschenau versiegelt.
Die Gemeinde Pfedelbach wurde im Rahmen des Gottesdienstes offiziell in die Gemeinde Öhringen integriert, da die Baulichkeiten in Pfedelbach nicht mehr benutzbar sind und auch durch die demographische Entwicklung der Kirchenmitglieder in allen Gemeinden solche Zusammenschlüsse zwangsläufig notwendig werden.
Der Apostel dankte dem Vorsteher, Priester Joachim Krafft für sein Wirken und Schaffen und entband ihn von der Aufgabe als Vorsteher der Gemeinde Pfedelbach. Er wünschte der neuen Gemeinde alles Gute.
Der Vorsteher der Gemeinde Öhringen, Hirte Wilfried Küffner und seine Frau Karin feierten am heutigen Sonntag Silberne Hochzeit.
Apostel Schneider begrüßte das Ehepaar Karin und Wilfried Küffner am Altar, dankte beiden für die bisherige unermüdliche Arbeit im Werk Gottes und segnete den Ehebund aufs Neue.