Am Sonntag, 8. März 2020 hielt Apostel Schnaufer den Gottesdienst in Künzelsau. Eingeladen waren die Nachbargemeinden Ingelfingen, Forchtenberg-Ernsbach und Künzelsau-Gaisbach.
Am Samstag zuvor waren alle Apostel, Bischöfe und Bezirksämter der Gebietskirche Süddeutschland zusammen mit dem Bezirksapostel. Am Sonntag besuchten sie verschiedene Gemeinden jeweils außerhalb ihres eigenen Arbeitsbereichs.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Wort aus Lukas 17,17.18:
Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde?
Der Apostel griff aus dem Lied der Sänger Anbetend deine Macht und Größe die Worte Wohl mir! Ich darf dich Vater nennen… heraus. Jesus war es, der das Gottesbild zu seiner Zeit auf eine neue Grundlage stellte. In diesem Bild als Gott dem Vater hat das Gesetz eine ganz andere Wirkung. So setzen sich auch nicht Eheleute an den Abendbrottisch und haben das Gesetzbuch bei sich.
Einst fragten die Jünger Jesus, ob siebenmal vergeben ausreicht. Liebe berechnet nicht, sondern sucht immer die Versöhnung.
Die im Bibelwort erwähnten Aussätzigen mussten von der Gesellschaft isoliert leben. Die Heilung verband der Herr mit dem Hinweis, hinzugehen und sich den Priestern zu zeigen. Dort empfingen sie die Bestätigung, dass sie rein sind. Mitwirkung ist also für den Empfang des Heils auch notwendig. Der eine von den zehn, der seinen Dank zum Ausdruck brachte, war ein Samariter, also in den Augen der Juden kein Rechtgläubiger. Gottes Heilswirken entzieht sich menschlichen Beurteilungen und Maßstäben.
Bezirksevangelist Stefan Clever und Bezirksältester Michael Joseph ergänzten das Dienen des Apostels.