Am 11. Mai 2019 war es endlich wieder soweit – unser zweiter Kindertag in diesem Jahr! Mit dem Zug fuhren dreizehn Kinder der Vorsonntags- und Sonntagsschule der Gemeinde Waldbach-Eschenau mit ihren Lehrkräften in das Freilandmuseum nach Wackershofen.
Dort angekommen gab es erst einmal eine kleine Stärkung bis unser Museumsführer kam um uns willkommen zu heißen. Dann konnten wir unsere Reise in die Vergangenheit auch schon starten.
Warum braucht man einen Teich mitten im Dorf?
Wie viele Eier legt ein Huhn in einer Woche?
Warum wohnte die Kuh unterm Schlafzimmer?
Wozu brauchte das Bett ein Dach und warum schliefen die Menschen im Sitzen?
Diese Fragen und noch viele mehr wurden beantwortet.
Am meisten interessierte uns jedoch: Wie verbrachten die Kinder früher ihren Tag? Ohne Fernseher, Computer, Handy und ohne Spielsachen?
Sobald sie alt genug waren halfen sie bei verschiedenen Arbeiten mit. Schon vierjährige hatten ihre Aufgaben im Haushalt. Wie zum Beispiel das Butterstampfen. Achtjährige halfen auf Hof und Feld. Sie fegten den Hof, gaben den Tieren Futter, trieben das Vieh auf die Weide, zupften Unkraut, halfen beim Dreschen des Kornes oder wendeten das Heu, damit es gut trocknete. So durften auch wir den Dreschflegel schwingen. Das war sehr anstrengend!
Ein ganz mutiger aus unseren Reihen zwängte sich sogar durch die enge Öffnung in ein altes Weinfass. Denn auch das Reinigen der Fässer war Aufgabe der Kinder. Am Ende der Führung erlebten wir noch den Schulalltag vor über einhundert Jahren und beendeten den Vormittag, wie es damals üblich war, mit einem Kirchenlied.
Nach dem Mittagessen ging es dann auf den Spielplatz und zu den jungen Ziegen.
Viel zu schnell brachte uns der Zug wieder zurück nach Öhringen wo uns die Eltern schon erwarteten.