Sechs junge Christen aus den Gemeinden Künzelsau, Künzelsau-Gaisbach, Ingelfingen und Ernsbach wurden durch Bischof Manfred Schönenborn in der Neuapostolischen Kirche in Künzelsau konfirmiert.
Diesen besonderen Gottesdienst begann der Bischof mit dem Wort, das König David einmal seinem Sohn Salomo gesagt hatte: „So sieh nun zu, denn der Herr hat dich erwählt, dass du ein Haus baust als Heiligtum. Sei getrost und richte es aus!“ (1.Chr. 28,10)
Zu Beginn seiner Predigt erinnerte der Bischof zunächst noch einmal an die Auferstehung Jesu. Er bekräftigte die Osterbotschaft mit den Worten: Jesus lebt – auch unter uns! Und er kommt wieder. Das löst er ein!
Danach sprach er die Konfirmanden, 3 junge Schwestern und 3 junge Brüder, an und riet ihnen, diesen Tag mit allen Grüßen und Wünschen und mit dem Segen Gottes recht zu genießen. Dann verwendete er das Bild vom Bau des Tempels, der damals 20 Jahre dauerte und verglich es mit unserer Zeit. Da wird auch manches schnell gebaut, anderes dauert lange und hier und da bleibt etwas unvollendet, wird zur Ruine. Auch wir alle, ob junge Christen oder ältere, bauen ständig an uns selbst. Paulus erklärte: Der Tempel Gottes – der seid ihr! Zum Bauen, zum inneren Aufbau und Ausbau haben wir ja Gottes Hilfe. David sagte seinem Sohn noch: Sei getrost und unverzagt und richte es aus. Fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!
Auch der eigene Wille ist ausschlaggebend. Aus einem zögernden: „Will ich auch?“ wird bei einem guten Verhältnis zum Auftraggeber, zu unserem Gott ein freudiges: „Ja ich will, auch ich will!“ Wenn deine Aufgabe zu groß erscheinen mag, gibt uns Gott dazu die Kraft und auch Zeit.
Nach der Sündenvergebung las der Bischof zunächst den Brief des Stammapostels an alle Konfirmanden weltweit. In seiner Ansprache vor dem Altar sagte er den Konfirmanden noch, dass der erste Teil des Gelübdes: „Ich entsage dem Teufel……“ nicht so leicht zu halten sei. Dafür aber gibt es auch die Gnade. Der letzte Teil aber: „dir treu zu sein bis an mein Ende!“ ist durchführbar. Das beweisen u.a. auch viele Eheleute, die sich über Jahrzehnte die Treue gehalten haben.
Nachdem die jungen Schwestern und Brüder mit JA ihren Willen, treu zu bleiben bekundet und anschließend ihr Konfirmationsgelöbnis gesagt hatten, empfingen sie durch Handauflegung des Bischofs den Segen des dreieinigen Gottes, verbunden mit dem Segen ihrer Seelsorger und ihrer Eltern. Dazu wurde Ihnen dann noch ihr Konfirmationszeugnis überreicht.
Nach dieser feierlichen, bewegenden Handlung feierten die Anwesenden das Heilige Abendmahl. Mit dem dreifachen Segen beendete der Bischof dann den Gottesdienst. Die Feierstunde wurde umrahmt und verschönt durch viele, mit Freude vorgetragene Chorgesänge.