Erste Amtshandlung des neuen Vorstehers Im Donnerstag-Wochengottesdienst vom 21. April 2016 führte der erst wenige Monate als Vorsteher gesetzte Priester Martin Härtweg seine erste Amtshandlung mit einer besonderen Aufgabe durch: Die Eheleute Elke und Ingo Hornung wünschten sich den Segen zur Silbernen Hochzeit.
Grundlage zu diesem Festgottesdienst war das Bibelwort aus 1.Mose 13,8: "Da sprach Abram zu Lot: Lass doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder."
Dieses Wort bezog sich auf den biblischen Kontext, wo Abram, obwohl als Älterer das Entscheidungsrecht gehabt hätte, auf seinen Vorteil verzichtet und so zum Frieden und zu seinem eigenen Segen beigetragen habe.
Auch heute seien die Ursachen für Streit unter anderem das das Streben nach Besitztum, Macht und Konkurrenzdenken.
Um diese unguten Zustände zu befrieden, sei es nötig, Vernunft und den guten Willen einzusetzen, der auch einmal auf eigenes Recht und Vorteile verzichtet. So könne man auch zum Friedenstifter werden, wie es Jesu durch sein Opfer ermöglicht habe.
In diesem Zusammenhang erinnerte er noch einmal an das Bibelwort zur Trauung vor 25 Jahren, das genau zum Textwort des Festgottesdienstes passt, wo es im Kolosserbrief 3, 12-17 lautet:
"So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar... ."
Im Anschluss an seine Ansprache bat er den "Ehe-Erfahrensten" Amtsträger der Gemeinde, Priester Helmut Megerle, um eine Zugabe.
Er führte u.a. aus, dass es wichtig sei, seinen Partner immer wieder als Geschenk Gottes zu betrachten, das man dankbar schätzen und pflegen solle. Es sei wichtig Abnutzungserscheinungen und der Gewohnheit entgegen zu wirken, damit nicht Feuer unterm Dach entstehe, sondern das Feuer der Liebe erhalten bleibe. Außerdem betonte er, dass zwar das Sprichwort "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" bestehe, es aber notwendig sei, sich über alles miteinander auszutauschen.
In der darauffolgenden Segenshandlung betonte der Vorsteher, dass das Jubelpaar im Erleben wohl nicht immer verstanden habe, warum so manches geschah. Im Nachhinein durften sie erleben, dass Gott es zum Besten gelenkt habe. Er gab den beiden für ihre weiteren Ehejaare noch den guten Rat mit, Gott weiterhin in ihre Mitte zu nehmen.
Nach dem Segen für das Jubelpaar und der Feier des Heiligen Abendmahls beendete das gemeinsame Schlussgebet und dreifache Segen den Festgottesdienst.
Den Schlusspunkt setzte der Chor, der den Gottesdienst feierlich umrahmte. Die Gemeinde und die versammelten Gäste freuen sich mit dem Silberpaar und wünschen ihnen für ihre Ehe eine glückliche Zukunft.