Am 28. Januar 2016 stattete Bischof Manfred Schönenborn der Gemeinde Künzelsau-Gaisbach einen Überraschungsbesuch ab. Dieser war gleichzeitig das „verspätete Geburtstagsgeschenk“ für den Bezirksältesten Michael Joseph, der genauso freudig überrascht wurde, da er ursprünglich den Gottesdienst leiten sollte.
Seiner Predigt legte er das Wort aus 1. Johannes 4, 1+4 zugrunde: „Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche Propheten ausgegangen in die Welt. Kindlein, ihr seid von Gott und habt jene überwunden; denn der in euch ist, ist größer, als der in der Welt ist.“
Gleich zu Beginn wünschte der Bischof ein besonders freudiges, bewusstes Gotterleben in der Gemeinschaft der Gemeinde. Je mehr wir hier unser Herz öffnen, Jesu und dem Geisteswirken Raum geben, desto größer ist auch die Fähigkeit, die Geister unterscheiden zu können. In diesem Zusammenhang stellte er auch fest, dass heutzutage viele Dinge als fast gleichwertig betrachtet werden: wir wollen unsere Priorität auf unseren Glauben legen!
Der Bischof führte weiter aus, es gelte, Gott/Jesu in uns groß zu machen, nicht wie damals in Babel, als man sich in der Selbstüberschätzung mit dem Turmbau einen Namen machen wollte.
Auch wenn es so aussehe, als ob alles „den Bach runtergeht“, das Christentum weltweit zurückgehe und keine Chance gegenüber den Bedrohungen und gottfeindlichen Kräften des Bösen habe, so hält doch Gott die Hand über sein Werk: es wird nicht untergehen!
Bezirksältester Michael Joseph führte in seinem Dienen den Gedanken aus, dass wir uns fragen müssen: Wie leben wir im Alltag das Evangelium Christi oder sprechen wir nur davon? Welches Bild geben wir ab?
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls wurde der Vorsteher der Gemeinde, Pr. Martin Härtweg, noch um eine Zugabe gebeten, in der er auf die Begebenheit mit David, der dem scheinbar übermächtigen Goliath gegenüber stand, einging: Er kam im Namen des Herrn!
Der gemischte Chor umrahmte mit seinen Beiträgen den Gottesdienst und unterstrich das Wirken des Geistes.