Beim internationalen Kirchentag 2014 in München wurde auf kreative Weise Kontakt zwischen Gemeinden vermittelt: Jede Gemeinde füllte einen Schuhkarton mit für sie typischem Inhalt, der dann einer anderen Gemeinde zugelost wurde. So kamen wir Ernsbacher zu unseren Partnergemeinden Schallstadt-Wolfenweiler und Knittlingen (letztere inzwischen zusammen geschlossen mit Maulbronn zur Gemeinde Maulbronn).
Nachdem der letzte Besuch in Knittlingen bereits ein paar Jahre zurück lag, machte sich eine „bunte“ Delegation von 21+1 Ernsbachern (aktive Mitarbeiter, Jugendliche, Best Ager und Senioren sowie ein kleiner Hund) am 15.09.2019 auf den Weg nach Maulbronn.
Die meisten Ernsbacher reisten via PKW-Konvoi an. Der „Truppführer“ fuhr so vorausschauend, dass sich unser Vorsteher sicher war, dass sein SUV noch nie so wenig Sprit gebraucht hatte. Ein separat fahrendes Fahrzeug forderte sein Navi gewaltig, weil aufgrund von Straßensperrungen immer wieder ein neuer Weg gefunden werden musste. Das minderte die gute Laune der 4 Geschwister und des 1 Vierbeiners im Fahrzeug aber keinesfalls.
Rechtzeitig in der Kirche angekommen, wurden wir umarmend begrüßt, so dass wir uns sofort heimisch fühlten – ein ganz wunderbares Gefühl !
Der Gottesdienst wurde von Vorsteher Hirte Hartmut Schöpp geleitet, der Chor von Sängerinnen und Sängern aus Ernsbach ergänzt. Ein schönes Bild war, wie der kleine Sohn des Dirigenten seinen Papa bestmöglich bei seiner Aufgabe unterstützt hat – das sieht man selten.
Nach dem Gottesdienst stellte unser Vorsteher die Gemeinde Ernsbach vor und überreichte unser Gastgebergeschenk: Ein Holzstuhl inkl. Blumengesteck auf dem die Worte „Zusammen eins-sein“ zu lesen waren. Der Gedanke hinter diesem Geschenk ist, dass wir Ernsbacher gerne immer einen Platz in der Mitte der Maulbronner haben wollen – das wurde uns lächelnd gewährt.
Danach war bei Kirchenkaffee und Häppchen ausreichend Zeit, die Gemeinde noch ein bisschen besser kennenzulernen. Direkt im Anschluss stellte uns der Vorsteher von Maulbronn stolz das neue Kirchengebäude und die Gemeindestruktur vor. Das Gebäude – hell und freundlich – zur Ehre Gottes - wirklich toll gelungen. Fast ehrfürchtig wurden wir von der „gewaltigen“ Anzahl an Amtsträgern, Orgelspielern und Dirigenten, die Maulbronn zur Verfügung stehen – wow.
Zur Mittagszeit fuhren wir ein paar Kilometer weiter nach Zaisersweiher. Satt und zufrieden vom guten Essen folgte am Nachmittag ein entspannter Spaziergang durch den Ort, den wir uns mit der NAK-Hymne „Der Herr ist mein Licht“ noch schöner gesungen haben. Hier hat jeder mitgesungen – ob Chorsänger oder nicht. Auch ein wunderbares Symbol für das „Eins sein“. Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken machten wir uns wieder auf den Nachhauseweg.
Was haben wir von unserem Besuch mitgenommen? Die Herzlichkeit vom Vorsteher und den Geschwistern sowie das Sofort-sich-wohl-und-angenommen-fühlen!
Mit leisem Bedauern haben wir vernommen, dass Vorsteher Hartmut Schöpp den Termin für seine Zur-Ruhe-Setzung in 2020 bereits kennt. Nach fast 4 Jahrzehnten als Vorsteher sei ihm das auch vergönnt. Er hat jetzt ja auch einen schönen Stuhl, den er in jede Ecke des Kirchenschiffes stellen kann, um jeden Gottesdienst aus einem anderen Blick- und „Hörwinkel“ zu genießen.