Mit dem Psalm 51,12 diente Apostel Manfred Schönenborn am 21. November der Gemeinde Neuenstein am Buß- und Bettag.
Er griff zu Beginn gleich das vom Chor vorgetragene Lied „Kommet her“ auf und lud die Gemeinde dazu ein.
Die Bitte Davids in diesem Psalm „Schaffe in mir Gott ein reines Herz“ unterstreicht, dass allein Gott, der Schöpfer, das Heil anbieten und verwirklichen kann. Es gibt keine Möglichkeit der Selbsterlösung für ein reines Herz.
Der Psalm ist wie eine Vorschau auf das neue Testament, in dem Jesus das steinerne Herz des alten Bundes in ein fleischernes Herz ersetzte, wie Hesekiel schon darauf hinwies.
Auch die Bitte um einen neuen, beständigen Geist weißt auf die Sendung des heiligen Geistes im neuen Testament hin. Er ist stets in der Lage, uns zu trösten und zu stärken. Er ist dazu nie sprachlos.
Priester Volker Retz wurde letztmal noch an den Altar gerufen, bevor er
im Anschluss an das hl. Abendmahl in den Ruhestand versetzt wurde. Er betonte, dass die Worte „Kommet her“ auch die Aufforderung „Gehet hin“ beinhalten und uns der hl. Geist zum Handeln befähigt.
Priester Retz wurde 1975 zum Unterdiakon ordiniert, 1979 zum Diakon und 1989 zum Priester.
Seit 1996 als Vorsteher der Gemeinde Waldenburg beauftragt und ab 2003 bis 2016 zusätzlich für Neuenstein.
Apostel Schönenborn dankte ihm herzlich für alle Arbeit und hob besonders heraus, dass er ihn wegen seiner besonnenen Art sehr schätzte.