Am Mittwochabend 13.06.2018 besuchte Bischof Martin Rheinberger die Gemeinde Möckmühl.
Er diente mit dem Bibelwort aus Jesaja 38/17:
„Siehe um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdürbe; denn du wirfst alle meine Sünden hinter dich zurück.“
Eingangs des Gottesdienstes wies der Bischof auf unsere Fragen hin, dass wir nicht wissen, wann der Tag des Herrn ist oder warum das eine oder andere in unserem Leben so sein muss – Gott hat das letzte Wort! Wie in der Geschichte um Hiskia, um den es in dem Textwort geht, der sich Sorgen um den Tod macht. Da hatte auch Gott das letzte Wort! (Indem er ihm noch weitere 15 Lebensjahre zugesagt hat)
Hiskia weinte sogar. Wenn also Worte fehlen, ist auch das eine Möglichkeit, zu Gott zu kommen, sich an ihn zu wenden.
Beten - wir sollen das Gespräch mit Gott zu unserer Sache machen! Das perfekte Gebet sei das „Vater unser“. Aber es geht doch darum, dass wir beim Beten unser Herz aufmachen! So kam auch bei Hiskia die Kraft zurück.
Es liegt nicht an Gott, all unsere Wünsche zu erfüllen, dass bei uns alles gerade läuft. Vielmehr zeigt sich Gottes Liebe zu uns in der Sendung und im Opfer seines Sohnes. Trotzdem Paulus sehr viel für Gott getan hat, ist bei ihm nicht alles gutgegangen (Pfahl im Fleisch).
Die Liebe Gottes bedarf allerdings einer Antwort, wie wir im Johannes-Evangelium nachlesen können „...damit alle, die an ihn glauben das ewige Leben haben“.
Glaube heißt, in allen Verhältnissen, in denen wir uns befinden, Gott zu vertrauen und nicht in Frage zu stellen.
Zur Freisprache beim Heiligen Abendmahl merkte der Bischof an, dass es nicht reicht, diese nur zu hören, sondern dass wir bereit sein müssen, Buße zu tun und die Sünden ehrlich zu bereuen.
Bezirksevangelist Clever machte in seinem Predigtbeitrag auf die Standortbestimmung aufmerksam, dass man wisse, wo man steht und dann auch das Ziel kennt.
Das vielzitierte Wort „Glaube-Liebe-Hoffnung, die Liebe ist die größte unter ihnen“, brachte Hirte Fischer vom Apostel für die Jugend mit. Auch dass diese drei keineswegs Light-Produkte seien, ebenso wenig wie Gott Trost in der Light-Version schenkt.
Bischof Rheinberger erinnerte an das Abendmahl, wie es vor rund 2000 Jahren gewesen sein muss: Jesus wusste, dass er verleugnet wird und hat trotzdem mit seinen Jüngern das Brot gebrochen.
Und hat aus lauter Liebe sein Opfer gebracht!