Zu diesem Gottesdienst waren die Gemeinden Künzelsau, Ingelfingen, Gaisbach und Ernsbach eingeladen. Dazu alle Vorsteher des Bezirks Künzelsau sowie die Vorsteher i.R.
Der Apostel diente mit einem Bibelwort, das zuvor Stammapostel Schneider in einem Gottesdienst in Afrika verwendet hatte: „Er (Jesus) ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihm Talita kum! – das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher: es war aber 12 Jahre alt. Und sie entsetzten sich sogleich über die Maßen.“ (Markus 5,41.42)
In seiner Predigt ging der Apostel ausführlich auf diese Begebenheit ein. Er erwähnte, dass trotz dem eindrücklichen Flehen des Jairus, dass Jesus zu seiner kranken Tochter kommen sollte, dieser sich noch zuvor einer kranken Frau zugewandt und sie geheilt hatte. Als er dann ins Haus des Jairus kam, war das Mädchen bereits gestorben. Nach Meinung der Leute, die dort waren, kam er: Zu spät! Aber Jesus sagte: Sie schläft nur, nahm sie bei der Hand und sie kam umgehend zurück ins Leben.
Apostel Prause wies darauf hin, wie wichtig es ist, auch in Not, in Sorge, Kummer und höchster Bedrängnis zu wissen, Jesus ist bei mir, ich kann meine Hand in seine legen. Er kann Leid zu Freude wandeln, er gibt Leben für Tod.
Jesus hat nach diesem Wunder geboten, dass niemand darüber reden sollte. Er wollte nicht als Wundertäter dastehen, er wollte nicht, dass – so wie es heute durch die Medien geschieht, dieses Geschehen „breitgetreten“ würde“. Er wollte nicht, dass ihm die Menschen nachfolgen würden um Wunder zu erleben. Er wollte, dass sie zu ihm kommen sollten, um das ewige Leben zu erlangen. Aus diesem Geschehen erkennen wir, dass es nie zu spät ist, auch nicht für alle, die sich im Glauben von Gott, von Jesus entfernt haben. Leben für Tod, das war hier der Zentralpunkt des Geschehens und soll auch der Mittelpunkt unseres Glaubenslebens sein.
Zu Predigtbeiträgen wurden noch Ev. Edmund Schulz und Pr. Helmut Megerle, der nun zum letzten Mal diente, an den Altar gerufen.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die Priester Helmut Megerle und Willi Traub in den Ruhestand versetzt. Der Apostel würdigte ihre viele Jahre währende Treue in der Zeit ihres Amtsauftrages und dankte beiden herzlich für alle Arbeit, alle Zeitopfer und alle Liebe, mit der sie sowohl Gott, als auch den Geschwistern gedient haben.
Ein gemischter Chor aus den eingeladenen Gemeinden verschönte den Gottesdienst mit passenden und freudig vorgetragenen Liedbeiträgen.